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Ihr werdet
es nicht glauben, aber die Vera lernt in Brasil nicht nur die
brasilianische Kultur kennen, nein auch der Ferne Osten steht bei mir hier
im hohen Kurs. Wo sich die Japaner bei uns im Hause jetzt schon verdoppelt
haben - unsere Rieko verliess uns im März und wird seit dem von Rika und
Takuya vertreten - kann ich dieser Kultur und besonders deren
Köstlichkeiten nicht mehr widerstehen.
Auf einem
Grillfest der Japanischen Assoziação erfuhr
ich von einem Sushikurs, der anschliessend stattfinden sollte. Ich zögerte
nicht lange und meldete mich gleich mit an. So stand der Tag voll im
Zeichen der liebenswürdigen Schlitzaugen.
Meister Seiji gab von 16Uhr bis 21Uhr sein
Wissen an uns 10 Teilnehmer preis. Wir lernten die Reiszubereitung, samt
Würzungsritus; er zeigte uns die Zubereitung bzw. Zuschneidung der
typischen "Sushifische". (Unten links zieht er gerade die Krähten mit
einer Pinzette aus dem Lachs; danach kann er den Fisch zuschneiden)

Hier
rechts hat er schon den nächsten Fisch am Wickel, dieser nennt
sich Bonito und eignet sich fantastisch für Niguirizushi, das sind die
drei kleinen mit Fisch belegten Reisröllchen unten. Die lange gefüllte
Reisrolle wird später noch in mundgerechte Stücken geschnitten, ist vom
Sushityp Uramaki. Maki bedeutet gerolltes Sushi und Ura ist der Typ bei
dem sich der Reis außerhalb der Alge befindet. Dieses Uramaki heißt
California und wird mit Mango zubereitet.

 Sushi
geht sehr einfach und schnell, was ich vorher nicht unbedingt dachte, man
muss nur die Kniffe und Tricks kennen.
Wir hatten
alle viel Spaß bei der Zubereitung und bereiteten den Lieben daheim mit
unseren riesen Sushiplatten eine Gaumenfreude aller erster Klasse.

Mit dem
Sushitellerchen unten wurde mir nicht nur höchstes Lob von unseren
Japanern und Gasteltern zuteil, sondern ebenfalls vom Sushimeister Seiji
persönlich. Er prämierte meinen Teller als den Schönsten des Abends und
schenkte mir ein von ihm zubereitetes Packet Sushi. Wahrscheinlich wusste
er, dass zu Hause viele hungrige Mäuler auf mich warteten.

Jetzt gab es
schon zweimal wieder Sushi in unserem internationalen Hause. Die Japaner
lachen immer nur, wenn ich, die Deutsche, ihr Nationalgericht zubereite,
welches sie selber gar nicht "kochen" können. Aber alle sind glücklich,
dass nun ab und an solch vornehme Speisen serviert werden.
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