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Sushi"koch"kurs

 

22.05.2005

 

 

Ihr werdet es nicht glauben, aber die Vera lernt in Brasil nicht nur die brasilianische Kultur kennen, nein auch der Ferne Osten steht bei mir hier im hohen Kurs. Wo sich die Japaner bei uns im Hause jetzt schon verdoppelt haben - unsere Rieko verliess uns im März und wird seit dem von Rika und Takuya vertreten - kann ich dieser Kultur und besonders deren Köstlichkeiten nicht mehr widerstehen.

 

Auf einem Grillfest der Japanischen Assoziação erfuhr ich von einem Sushikurs, der anschliessend stattfinden sollte. Ich zögerte nicht lange und meldete mich gleich mit an. So stand der Tag voll im Zeichen der liebenswürdigen Schlitzaugen.

 

Meister Seiji gab von 16Uhr bis 21Uhr sein Wissen an uns 10 Teilnehmer preis. Wir lernten die Reiszubereitung, samt Würzungsritus; er zeigte uns die Zubereitung bzw. Zuschneidung der typischen "Sushifische". (Unten links zieht er gerade die Krähten mit einer Pinzette aus dem Lachs; danach kann er den Fisch zuschneiden)

 

Hier rechts hat er schon den nächsten Fisch am Wickel, dieser nennt sich Bonito und eignet sich fantastisch für Niguirizushi, das sind die drei kleinen mit Fisch belegten Reisröllchen unten. Die lange gefüllte Reisrolle wird später noch in mundgerechte Stücken geschnitten, ist vom Sushityp Uramaki. Maki bedeutet gerolltes Sushi und Ura ist der Typ bei dem sich der Reis  außerhalb der Alge befindet. Dieses Uramaki heißt California und wird mit Mango zubereitet.

 

 

 

Sushi geht sehr einfach und schnell, was ich vorher nicht unbedingt dachte, man muss nur die Kniffe und Tricks kennen.

Wir hatten alle viel Spaß bei der Zubereitung und bereiteten den Lieben daheim mit unseren riesen Sushiplatten eine Gaumenfreude aller erster Klasse.

 

 

Mit dem Sushitellerchen unten wurde mir nicht nur höchstes Lob von unseren Japanern und Gasteltern zuteil, sondern ebenfalls vom Sushimeister Seiji persönlich. Er prämierte meinen Teller als den Schönsten des Abends und schenkte mir ein von ihm zubereitetes Packet Sushi. Wahrscheinlich wusste er, dass zu Hause viele hungrige Mäuler auf mich warteten.

 

 

Jetzt gab es schon zweimal wieder Sushi in unserem internationalen Hause. Die Japaner lachen immer nur, wenn ich, die Deutsche, ihr Nationalgericht zubereite, welches sie selber gar nicht "kochen" können. Aber alle sind glücklich, dass nun ab und an solch vornehme Speisen serviert werden.

 

 

 

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